Checkliste für Auswanderer – Teil 1

Checkliste für Auswanderer – Teil 1

Checkliste für Auswanderer

Auswandern braucht Vorbereitung, Geduld und Geld. Sonst bleibt der Traum vom besseren Leben ein Traum. Hier bekommst du die Checkliste für Auswanderer – Teil 1!

Arbeitsplatz

Hast du einen Arbeitsplatz und eine Arbeitserlaubnis?
Auswandern ist in der Regel mit einem festen Arbeitsplatz in der neuen Heimat verbunden. Das Gastland will dich ja nicht gleich in eine soziale Hängematte aufnehmen. Das ist heutzutage gar nicht so einfach. Oft haben Spezialisten wie Bierbrauer oder Computerfachleute eine gute Chance. Aber auch in Tourismusgebieten ist entsprechendes Serviceper­sonal gefragt. Gutes deutsches Handwerk geht immer, ist eine weitere Devise. Also Schlosser, Maurer, Elektriker oder Sanitärfachleute und Heizungsbauer sind in manchen Ländern sehr gefragt. Ärzte finden fast überall dankbare Aufnahme. Auswandern ist ja häufig mit einem Jobangebot verbunden. Entweder, man will dich unbedingt haben, weil man deine Qualitäten braucht. Oder du hast irgendwo ein Angebot gesehen, auf das du dich bewirbst.

Du kannst aber auch das Auswandern von hinten aufzäumen. Du hast dich für ein neues Land entschieden. Dann gibt es bestimmte Möglichkeiten, dort auch eine Beschäftigung zu finden. Die Arbeitsagentur hat einen Auslandsvermittlungs­dienst. Auf der Homepage des Auswärtigen Amtes findest du Links auch zu Jobangeboten in dem jeweiligen Land. Und schließlich sucht das Land selbst oftmals auf seiner Seite nach Fachkräften, Spezialisten, Service- oder Saisonpersonal. Vielleicht ist etwas für dich dabei.

Eine ganz wichtige Frage ist zu klären: Was ist, wenn du keinen Job findest oder deinen Arbeitsplatz verlierst? Gibt es ein Sozialsystem, das dich auffängt? Wenn nicht, kannst du dich im Ausland dagegen absichern? Oder du hälst dir zur Not immer Plan B in der Hinterhand, etwa ein selbständiges Geschäft zu eröffnen oder ein Online Business zu betreiben. Wichtig ist die eiserne Reserve für Notfälle, wenn du auswandern willst.

Natürlich bist du immer dann willkommen, wenn du investieren willst. Du solltest dich aber auf jeden Fall von der örtlichen Industrie- und Handelskammer beraten lassen. Dein Geschäft soll ja Erfolg haben. Und es muss in die neue Landschaft passen. Gerade für Investitionen im Ausland brauchst du guten Rat, bevor du hier etwas in den Sand setzt. Es gibt so genannte Investitionsberater. Die Gemeinden selbst kümmern sich um ansiedlungswillige Firmen, Geschäfte oder Privatpersonen. In der Regel brauchst du umfassenden rechtlichen Rat. Größere Städte wie z.B. Köln haben dafür eigene kostenlose Abteilungen. Die sind daran interessiert, dass z.B. chinesische oder indische Investoren in die Stadt kommen. Sie helfen, bürokratische Schranken schnell zu überwinden. Ähnlich kann es auch in deinem Auswanderungsland sein.

Deine größte und beste Chance

Mit eine der größten Sorgen vieler potenzieller Auswanderer ist die Überlegung, wovon sie in der neuen Heimat leben. Oft ist diese Problematik sogar der ausschlaggebende Punkt, dass die Auswanderungspläne wieder über Bord geworfen werfen. Das muss aber nicht sein!
Es gibt unzählige Möglichkeiten auf seriösem Weg, wirklich gutes Geld fern ab der Heimat  über das Internet zu verdienen. Und es ist auch egal, ob du als Auswanderer, Backpacker oder digitaler Nomade, bzw., als Weltenbummler deine Brötchen verdienst.

Am besten machst du dich vom örtlichen Arbeitsangebot deines neuen Wohnortes von Anfang an unabhängig, egal in welchem Land du in Zukunft leben willst. Biete deine Dienstleistung über das Internet an.
Längst nicht alle Länder zahlen Gehälter, wie du es von Deutschland gewohnt bist. In Paraguay verdient ein normaler Arbeiter ca. 1,30 €/Stunde. Wenn du somit deine Fähigkeiten online anbietest, hast du sehr gute Chancen, richtig gutes Geld zu verdienen.
Über das Internet kannst du weltweit deinen Service zur Verfügung stellen, ohne dass du vor Ort auf Jobsuche gehen musst. Und das Beste: Deine Arbeit kannst du an den schönsten Plätzen der Welt verrichten, nämlich da, wo andere ihren Urlaub verbringen.
Schon im Vorfeld kannst du von Deutschland aus den Grundstein dafür legen, sodass du später, wenn du in ein anderes Land übersiedelst, dir keine Gedanken mehr darüber machen musst, wie du Geld verdienen kannst, denn deinen Kundenstamm, den du dir bis dahin aufgebaut hast, nimmst du ja mit.

Zum Thema „Online Geld verdienen“ wirst du zukünftig von mir noch sehr viel mehr erfahren. Denn meine Haupteinnahmequelle ist mein Online Business.

Pass und Visa

Hast du alle notwendigen Papiere – insbesondere Pässe und Visa? Überprüfe die Gültigkeitsdauer deiner Pässe. Lasse sie lieber vorher noch verlängern, wenn absehbar ist, dass ihre Gültigkeitsdauer bald abläuft. Grundsätzlich gilt: Erkundige dich rechtzeitig nach der Beantragungsdauer eines Visums. Plane dafür ruhig sechs bis zwölf Monate ein. In manchen Fällen kann es auch bis zu 24 Monate dauern.

Es gibt unterschiedliche Visa:
Du bist Spezialist, IT-Fachkraft, Programmierer – kurz und gut, du gehörst zum Personenkreis der „Skilled Worker Programs„. Deine „Skills“ = Fähigkeiten sind gefragt. Also lässt man dich rein. Man nimmt dich quasi mit Kusshand auf. Oder du beantragst ein Business Visum, willst also investieren, bringst Geld und Ideen mit. Dann bist du ebenfalls fast überall willkommen. Aber Vorsicht: Nicht alle Länder sichern deine Investitionen gleich gut ab. Manchmal brauchst du einen einheimischen Partner. Und das ist nicht unbedingt leicht. Du musst vertrauen können, um nicht irgendwann dein hart erspartes Geld in den Sand zu setzen. Und nicht jedes Land ist unbedingt von deiner Idee begeistert: Wenn du beispielsweise mit deiner Investition einheimischen Produkten Konkurrenz machen und ihnen das Wasser abgraben, darfst du auf wenig Gegenliebe stoßen.

Leicht hast du es auch mit einem Familienvisum. Eltern, Geschwister oder Kinder sind bereits im Zielland. Dann treten die als Bürgen und Sponsor für dich auf. Du feierst quasi Familienzusammen­führung. Noch leichter hast du es, wenn du einen Partner oder eine Partnerin im Auswanderungsland heiratest. Dann erhälst du fast überall leicht ein Visum.

Das Rentner-Visum bekommst du, wenn du ausreichende und regel­mäßige Einkünfte nachweisen und dich fit fühlst. Aber: Kanada, Neuseeland und die USA vergeben keine Rentner-Visa mehr. Das zeitlich befristete (temporäre) Visum beantragst du, wenn du dich noch nicht endgültig sicher bist, aber schon einmal einen Fuß in der Tür haben willst.

Manche Visa sind altersabhängig. Bist du älter als 44 Jahre, bekommst du kein australisches Visum mehr, das auf Fähigkeiten basiert – egal, wie gut du alle anderen Anforderungen erfüllst. Wenn du über 55 Jahre alt bist, bleibt auch Neuseeland über diese Art von Visum für dich verschlossen. Kanada hat keine absolute Altersgrenze, aber ab 49 Jahre erhälst du weniger Punkte in der Bewertungsskala für ein Visum.

Apropos Visum: Du musst natürlich auch deine Aufenthaltsgenehmigung abklären. Auch das ist unterschied­lich. Für Costa Rica in Mittelamerika brauchst du ein dickes Bankkonto von über 50.000 US Dollar, für Paraguay reichen dagegen 5.000 Dollar. Dieses Geld musst du dort jedoch nur hinterlegen. Du bekommst es wieder zurückbezahlt. In Thailand musst du 800.000 Baht jährliche Einkünfte nachweisen oder dauerhaft bei einer Thai-Bank hinterlegen – das sind rund 18.000 Euro im Jahr. Als Durchschnittsrentner käme man so über die Runden. Ganz anders ist es natürlich, wenn du im Ausland deine Traumpartnerin oder -partner gefunden hast. Dann wird das Auswandern in der Regel viel leichter. Also, du siehst, es gibt viele Dinge vorzubereiten. Am besten ist es, diese Checkliste für Auswanderer sorgfältig abzuarbeiten.

Checkliste für Auswanderer: Einwanderungsberater und Dokumente

Wenn es allzu kompliziert wird, kannst du auch die Hilfe von Einwanderungsberatern oder entsprechenden Rechtsan­wälten vor Ort in Anspruch nehmen. Aber, es kostet zusätz­liches Geld, das du ja eigentlich sparen willst.

Welche Dokumente brauchst du? Erkundige dich nach den Anforderungen für deine neue Heimat. Manchmal brauchst du ein polizeiliches Führungs­­zeugnis, das vom Generalbundesanwalt über­beglau­bigt sein muss (Paraguay). Wenn du schon einmal verheiratet und geschieden warst, nimm das aktuelle Scheidungsurteil im Original mit. Es sollte nicht älter als fünf Jahre sein. Aber auch die Heiratsurkunde ist wichtig. Eine beglaubigte Geburtsurkunde – auch die deiner Familienangehörigen, das Familienstammbuch und andere Personenstandsdokumente solltest du ebenfalls mit dabei haben. Lasse auch einen Schwerbehindertenausweis übersetzen und beglaubigen. Manche Berufsangehörige ha­ben Sonderausweise: Ärzte, Apotheker, Polizisten, Ret­tungs­­kräfte, Feuerwehrleute. Lasse dir auch solche Dokumente übersetzen und beglaubigen. Aber auch die für eine Beschäftigung im Ausland notwendigen Papiere: Zeugnisse, Diplome, Doktortitel, Berufsabschlüsse, Facharbeiterbriefe, Meisterurkunden, Sprach­zertifikate, Uni­­ver­­si­täts­examina, Zusatzqualifikationen wie Schweißer­brief, Gabel­staplerführerschein, LKW-Führerschein, Perso­nen­beför­de­rungs­lizenz und vieles mehr. Das kann man alles schon vor der Ausreise erledigen. Es spart später unnötige Verzöge­run­gen. Erkundige dich vorher in der Botschaft deines Ausreise­landes, welche Bedingungen du erfüllen musst.

  • Welche Dokumente brauchst du genau?
  • In welcher Form musst du sie präsentieren?

Auswandern Checkliste Download

Checkliste für Auswanderer: Wohnung/Haus mieten oder kaufen

Hast du eine passende Wohnung? Wenn du auswandern willst, brauchst du zuallererst eine feste Bleibe. Du kannst nicht einfach in das Land deiner Träume reisen und dann anfangen zu suchen. Das ging mal vor Jahrzehnten, als die Hippies sich in Indien, auf Ibiza oder auf eine der wundervollen Inseln in Thailand niederließen. Die Zeiten sind vorbei, nicht zuletzt, weil in der globalisierten Welt Zuwanderung fest geregelt ist – auch aus Schutz vor Terrorismus und Geldwäsche sowie Drogenschmuggel. Dabei ist je nach Situation die Nähe zum Arbeitsplatz oder zur Schule oder auch ärztlichen Einrichtungen zu berücksichtigen.

Wenn du auswandern willst, brauchst du auf jeden Fall Startkapital. Und du solltest vorab in der neuen Heimat vorbeischauen. Treffe die wichtigsten Entscheidungen selbst vor Ort. Suche die geeignete Wohnung möglichst selbst aus. Nimm dafür auch ruhig professionelle Hilfe wie einen Makler in Anspruch. So mancher ist schon beim Auswandern fies reingefallen. Oft sind es sogar eigene Landsleute, die einen  gewaltig über den Tisch ziehen. Gehe das Auswandern immer mit kritischer Distanz an. Sei nie leichtgläubig und euphorisch. Sage nie spontan zu. Schlafe immer eine Nacht über allzu weitreichende Entscheidungen – auch wenn man dir weismachen will, das Schnäppchen sei morgen schon weg. Na gut, dann ist es eben weg. In der Regel aber nicht! So mancher hat durch Leichtgläubigkeit schon sein ganzes Vermögen verloren. Und ist dann bitter enttäuscht wieder heimgekehrt.

Checkliste für Auswanderer: Sozial- und Krankenversicherung

Ist die Sozial- und Krankenversicherung vor Ort geregelt? Wie ist das mit dem Arztbesuch oder Krankenhaus­aufenthalt? Erkundige dich, welche Voraussetzungen dafür erforderlich sind. Das Thema Gesundheit sollte immer eine Rolle spielen. Eventuell brauchst du eine private Versicherung.

Wie ist das mit den Medikamenten, wenn du z.B. ständig irgendein Präparat einnehmen musst? Nimm bei Dauermedikation einen Vorrat für die ersten drei Monate mit. Und erkundige dich rechtzeitig in der alten Heimat nach vergleichbaren Präparaten im Gastland. Lasse dir von deinen Ärzten in Deutschland deine Krankenakten aushändigen und die wichtigsten Teile übersetzen, damit du sie im Notfall für deinen neuen Arzt griffbereit hast. Es gibt Länder wie England, da ist das Gesundheitswesen für jeden völlig kostenlos. In Thailand können Rentner bis zum 60. Lebensjahr noch in die günstige thailändische Krankenver­sicherung einsteigen. Sie ermöglicht beispielsweise jedem, eine Krankenhaus-Behandlung für 30 Baht, das ist nicht einmal 1 Euro.

Wer jedoch in Paraguay ernsthaft krank wird, der geht lieber nach Brasilien oder Argentinien und lässt sich dort behandeln. Es sei denn, er greift privat tief in die Tasche. Aber es gibt natürlich auch Länder, in denen bekommt man hochwertige Medikamente für einen Bruchteil des deutschen Preises. Da lohnt es sich schon, genau abzuwägen, ob man die deutsche Krankenversicherung braucht, eine private Zusatzversicherung oder die Medikamente einfach aus der eigenen Tasche bezahlt.

Wichtig ist die Frage, ob du spezielle Impfungen für deine neue Heimat brauchst. Sind Epidemien vor Ort, gibt es Tropenkrankheiten? Musst du dich eventuell schützen? Befrage deinen Hausarzt dazu und gehe vorher auch noch einmal zu deinem Zahnarzt, Augenarzt, Gynäkologe etc. bevor du ausreist.

Checkliste für Auswanderer – Teil 2

Auswandern – Ist es in der EU alles einfacher?

Die Europäische Union (EU) hat per Gesetz die Freizügigkeit und (fast) unbeschränkte Bewegungsfreiheit ihrer Bürger gesetzlich verankert. Du darfst in jedem Land der EU arbeiten und in jedes Land ausreisen, wohin du möchtest. Personalausweis oder Reisepass genügen. Du brauchst kein Visum. Deine Reisedokumente werden an der Grenze nicht abgestempelt. Grenzkontrolleure dürfen dich auch nicht über deine Finanzen befragen oder danach, wie du deinen Lebensunterhalt sicherstellst (Ausnahme: Zollkontrollen an besonders kritischen Grenzen zu Steueroasen wie Liechtenstein!). Aber auch hier gilt: Erkundige dich! Denn manche Länder innerhalb der EU verlangen eine Anmeldung bei der örtlichen Behörde. Und manche Staaten schirmen auch bestimmte Geschäfte gegen Billiglohnländer ab. Du stößt unter Umständen auf lokale Beschränkungen in der Beschäftigung oder wenn du ein Gewerbe eröffnen willst.

Es gibt sogar ein Auswandererschutz­gesetz in Deutsch­land, das Auswanderungswillige vor Ausbeutung und anderen Gefahren bewahrt. Aber es regelt auch die Beratung von Auswanderern, Migranten und Rückkehrern. Denn nicht jeder Private, der damit Geld verdienen will, darf als Berater von Auswanderungs­willigen auftreten. Er braucht eine staatliche Zulassung, wie eben das Raphaels-Werk sie hat.

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