Vektor und Raster: Was ist der Unterschied?

Vektor und Raster: Was ist der Unterschied?

Vektor und Raster: Was ist der Unterschied?

Im Web gibt es zwei grundlegende Arten von digitalen Grafikbildern: Vektor und Raster (Bitmap-Bilder). Sehr oft werde ich gefragt, was die Unterschiede zwischen diesen beiden Bildtypen sind. Den Kunden fällt es schwer, sie auseinander zu halten und zu entscheiden, welcher Typ für ihre Projekte am besten geeignet ist.

Deshalb bringe ich mit diesem Beitrag etwas Licht ins Dunkle und erkläre die grundlegenden Unterschiede zwischen diesen beiden Bildtypen. Ich werde die wichtigsten Faktoren verdeutlichen, die die Wahl des Dateiformats für dein nächstes Projekt beeinflussen kann.

1. Skalierbarkeit von Vektor und Raster

Die Skalierbarkeit ist der erste Faktor, mit dem du definieren kannst, ob ein Bild im Vektor- oder Rasterformat vorliegt. Vektorbilder verlieren weder ihre Schärfe noch ihre Klarheit, egal in welchem ​​Umfang oder wie oft man ihre Größe ändert.

Raster- (oder Bitmap-) Bilder im Gegensatz dazu, werden unscharf und pixelig, sobald man sie aus der Nähe betrachtet. Lasse es mich für dich veranschaulichen, damit du den Unterschied besser erkennen kannst. In der folgenden Abbildung siehst du ein Rasterbild, das beim Vergrößern an Qualität verliert. Im Vergleich dazu ändert eine Vektorversion desselben Monsters, das neben dem Raster abgebildet ist, seine Qualität nicht, unabhängig von der Größe:

Vektor und Raster verglichen Raster

Vektor und Raster verglichen

Vektor

2. Auflösung von Vektor und Raster

In der Definition der Auflösungen von Vektor- und Rasterformaten gibt es einen erheblichen Unterschied:

Die Größe der Rastergrafiken hat immer einen festen Wert, weil die Auflösung der Rastergrafiken durch Millionen quadratischer Pixel, Punkte pro Zoll (DPI) oder Pixel pro Zoll (PPI) gebildet wird. Wenn du nicht möchtest, dass ein Bitmap-Bild seine Qualität verliert, kannst du es nur verkleinern. Je mehr du es vergrößerst, desto unschärfer wird es.

Vektorgrafiken hingegen bestehen aus vielen Pfaden, die mathematisch in Bezug auf Verhältnisse, Proportionen, Breite, Höhe und andere Dimensionen definiert sind. Jedes Mal, wenn du die Größe eines Vektorbilds änderst, werden seine Linien, Kurven und Knoten neu berechnet, sodass das Ergebnisbild scharf und klar bleibt. Wie zu erwarten, bleiben die Kanten jederzeit glatt:

Vektor und Raster: Was ist der Unterschied? Raster erweitert und verschwommen

Vektor und Raster: Was ist der Unterschied?

Vektorgröße geändert und neu berechnet

3. Erstellung von Vektor und Raster

Für beide Typen ist die digitale Bilderzeugung immer sehr unterschiedlich. Vektorbilder können leicht in Rasterbilder umgewandelt werden. Umgekehrt zu arbeiten ist jedoch komplizierter und zeitaufwändiger.

Vektorgrafiken können nur mit einer speziellen Software wie z.B. Adobe Illustrator erstellt werden. Dies macht es beispielsweise unmöglich, Fotos im Vektorformat aufzunehmen. Darüber hinaus sind alle mit Digitalkameras aufgenommenen gedruckten Bilder und Fotos im Rasterformat. Alles in allem sind Vektorgrafiken, die realistischen Fotos ähneln, nichts anderes als fein detaillierte digitale Illustrationen. In der folgenden Abbildung siehst du, wie ein Vektorbild erstellt wird. Die andere Abbildung darunter zeigt, wie ein Foto beim Ändern der Größe verzerrt wird:

Vektor und Raster verglichen Vektorgrafik

Vektor und Raster verglichen

Foto

4. Flexibilität von Vektor und Raster

Ohne an Qualität zu verlieren, kann die Größe von Vektorgrafiken numerisch geändert werden. Dies macht sie perfekt für Mehrzweckprojekte, die Flexibilität in der Bildgröße erfordern. Ein Vektorlogo ist beispielsweise eine zuverlässige Quelle, aus der du Raster in verschiedenen Größen erstellen kannst. Du kannst sie für verschiedene Marketinganforderungen verwenden, mit denen du in Zukunft arbeiten willst, entweder im Druck oder im Internet. Du benötigst also eine bestimmte Größe eines Rasterformats, um eine bestimmte Qualität zu erzielen.

Vektor und Raster: Was ist der Unterschied? Vektor-Logo in verschiedenen Größen

Vektor und Raster: Was ist der Unterschied?

Rasterbilder für bestimmte Zwecke (Größe)

5. Dateigröße

Vektorbilder sind von der Dateigröße ziemlich klein gegenüber Rasterbildern, da ihre Dimensionen durch mathematische Berechnungen und nicht durch Millionen von Pixeln definiert werden. Die hohe Effizienz ihrer Dateigrößen macht es viel bequemer, sie von einem Gerät auf ein anderes zu übertragen. Außerdem enthalten sie viele Informationen in einem relativ kleinen Dateigrößenformat (im Vergleich zur gleichen Dateigröße eines Rasterbildformats).

Auf der anderen Seite werden Rasterdateigrößen durch ihre DPI oder PPI (festen Breiten und Höhe) definiert, wodurch sie viel voluminöser in ihrer Datenmenge werden und weniger Informationen enthalten.

6. Kompatibilität von Vektor und Raster

Manchmal ist die Kompatibilität von Vektorgrafiken ein Problem. Du kannst sie nur mit einer speziellen Software wie z.B. Adobe Illustrator öffnen und bearbeiten. Manche Abbildungen sind in einer der häufigsten Vektordateierweiterungen enthalten, wie „.eps“. Du kannst dieses Vektorformat als Alternative zum Bearbeiten verwenden, wenn du nicht über die „.ai-Datei“ verfügst.

Vektor und Raster: Was ist der Unterschied? .ai Format

Vektor und Raster: Was ist der Unterschied?

.eps Format

Im Gegensatz zu Vektoren sind Rasterdateiformate weit verbreitet und für alle gängigen Bildprogramme erkennbar. Außerdem sind die meisten digitalen Bilder im Web tatsächlich Bitmaps, selbst wenn sie einmal Vektoren waren. Dies macht Bitmaps sehr praktisch für den Massengebrauch. Aus diesem Grund sind viele Illustrationen auch im transparenten Rasterformat „.png“ erhältlich.

Vektor und Raster: Was ist der Unterschied?

.png-Format

Wenn du jedoch mit einem professionellen Illustrator oder Designer zusammen arbeitest, wirst du feststellen, dass sie häufig mit Vektorformaten arbeiten. Es versteht sich dann natürlich von selbst, dass du die entsprechende Software zur Hand hast, um die Dateien später selbst zu öffnen und ggf. zu bearbeiten – sofern es nötig ist.

7. Drucken

Normalerweise sind 72-dpi-Rasterbilder die Norm für Webpublikationen und funktionieren einwandfrei.
Für die gedruckte Version hast du jedoch zwei Möglichkeiten:
Entweder arbeitest du mit einer Vektorquelle oder verwendest hochauflösende Rasterdateien. Die letztere Option ist häufig die bevorzugte, da Vektorbilder manchmal nicht genau gedruckt werden.

Wenn du bei der Bildschärfe keine Kompromisse eingehen möchtest, beträgt die empfohlene Rasterauflösung 300 dpi. Da du Fotos nicht als Vektoren (z.B. für gedruckte Magazine, Zeitungen usw.) speichern kannst, verwendest du die Fotos in ihren hochauflösenden Rastern:

Vektor-Infografik

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl Vektor- als auch Rasterbilder ihre einzigartigen Eigenschaften und Zwecke haben. Es ist wichtig zu wissen, wann es angebracht ist, Vektoren anstelle von Rastern zu verwenden und umgekehrt.

Ich hoffe, ich konnte dir den Unterschied zwischen Vektrografik und Rasterbild deutlich machen und du kannst beide nun leichter erkennen. Dann kannst du nämlich jetzt die Stärken beider zu deinem Vorteil nutzen.

Wenn du mal allein mit Vektorgrafiken experimentieren möchtest, findest du hier die 12 besten Quellen für kostenlose Vektorgrafiken im Web.

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